Anzeige

Während seit einigen Wochen Montags Versammlungen gegen die Corona-Politik durch Marcel Dittrich und AfD Bürgermeisterkandidat Roman Kuffert veranstaltet werden, nimmt die Radikalisierung zu. Zentrum der Vorwürfe sind Diktaturbestrebungen des deutschen Staates und Verschwörungsmythen wie die Schaffung einer neuer Weltordnung. Nun fallen nach Zeugenaussagen die Veranstalter durch ebene jene Formulierung erneut auf.

Verschwörungsmythen begleiten seit Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 das politische Geschehen in Deutschland. Die zum Teil wildesten Auswüchse geistiger Kreativität, die auch vorher schon in recht wenig beachteten YouTube Videos die Runde machten, kamen zu Tage und beschrieben eine von fremden Kräften gestaltete Welt. Ohnehin wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis man durch „Chemtrails“, einer flachen bzw. „Hohlerde“ und sogenannte Reptiloide, also Echsenmenschen, die durch das Trinken von mit Adrenochrom versetztem Blut, unter Stress gefangener Kinder, ewige Jugend erreichen wollen, eine neue Weltordnung erschaffen will.

Die seit 2 Jahren andauernde Pandemie wird hier als sicheres Zeichen gesehen, eine Art Weltdiktatur zu errichten und alle Menschen zu versklaven.

Nein, das haben wir uns nicht ausgedacht, sondern ist offizieller Gesprächsstoff in vielen Telegramgruppen, in denen die montaglichen, von den Teilnehmern „Spaziergang“ bezeichneten, Versammlungen organisiert werden. Auch die Eberswalder Veranstalter fallen mit zunehmender Radikalisierung auf.

„Die Neue Weltordnung“ oder „The great Reset“

Während seit August 2021 in verschiedenen Livestreams etablierter Widerstands-Persönlichkeiten bereits die Forderungen nach Parallelgesellschaften aufkommen und eigene Infrastrukturen wie Krankenhäuser, Geschäfte, Gerichte, Polizei, Schulen etc. geplant werden sollen, etabliert sich ein Begriff, der zuvor staatlichen Strukturen unterstellt wurde: Die neue Weltordnung.

„Die neue Weltordnung“ wird übersetzt auch als „The great Reset“ bezeichnet und beschreibt einen gesteuerten Zusammenbruch, allen menschlichen Zusammlebens auf der Erde, um im Anschluss nach eigenen Vorstellungen eine neue Gesellschafts- und Herrschaftsform zu errichten. Gestützt für diese Annahme durch ein im Jahr 2020 erschienenes Werk „The Great Reset„, von Klaus Schwab und Thierry Malleret.

Überraschend ist nun die durch drei Zeugen unabhängig voneinander beobachtete Szene am Montag den 31. Januar 2022 auf dem Marktplatz in Eberswalde. Mehrfach fiel offenbar in Reden nun der Wunsch nach einer neuen Welt auf.

Man wolle die alte Welt hinter sich lassen. Recherchen ergaben zudem konkrete Überlegungen zur Errichtung gesellschaftlicher Parallelstrukturen, die z.B. Arztpraxen, Schulen, Rettungsdienste, Gerichte, Handel, eine eigene Polizei, Krankenhäuser, Krankenkasse, Banken und viele weitere Einrichtungen des täglichen Lebens beinhalten.

Parallelen zum „Great Reset“ rein zufällig?

Beim Verfolgen der Telegram-Chats wird klar, die Gruppenmitglieder sind sich dieser Diskrepanz in Bezug auf die eigenen Ziele und dem Vorwurf an die Regierungen bewusst. Daher soll in eigenen Reihen nicht etwa vom „Great Reset gesprochen werden, sondern eben von jener „neuen Welt“.

Alles also Kalkül?

Die Frage, die offen bleibt ist: Welche Gruppe möchte tatsächlich einen gesellschaftlichen, totalen Neuanfang?

kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert