Wer die Warn-App NINA auf dem Smartphone installiert hat, wurde heute Morgen an den seit zwei Tagen andauernden Sturm erinnert. Darin wurde darauf hingewiesen, dass die Rettungskräfte aktuell voll ausgelastet sind und nur in wirklichen Notfällen der Notruf gewählt werden sollte. Hintergrund ist die Vollauslastung der Rettungskräfte im Landkreis Barnim.

Fast im Viertelstundentakt sind die Rettungsfahrzeuge der Berufs- und freiwilligen Feuerwehren in der Nacht von Freitag auf Samstag zu hören. Sturmtief Zeynep sorgte auch in dieser Nacht für zahlreiche Einsätze und auch der Bahnverkehr ist derzeit nur eingeschränkt möglich.

Starke Schäden in der gesamten Region

Während bereits den ganzen Freitag Feuerwehren und Technisches Hilfwerk Sicherungs- und Rettungsarbeiten durchführten und dabei vor Bäumen, Dächer und Solaranlagen schützten, die durch den Sturm gelöst wurden und eine Gefahr darstellten, fuhren die Feuerwehren auch in der Nacht zum Samstag Dauereinsätze. Zum Teil konnten vierzügige Rettungsfahrzeugskolonnen beobachtet werden, die sich in der Nacht den Weg durch die Kreisstadt Eberswalde zu ihren Rettungseinsätzen bahnten.

Der Umfang der Schäden ist derzeit noch nicht ersichtlich, wurde jedoch bereits am gestrigen Freitag in Auszügen sichtbar. So wurden Solaranlagen von den Dächern gerissen, Rotorblätter von Windrädern abgerissen und auch das Tropical Island nahm erheblichen Schaden.

Umgeworfene Abfalltonnen als Resultat des Sturmnes
© Regio1.live – umgeworfene Abfalltonnen in Eberswalde sind nur die kleineren Auswirkungen von Sturmtief Zeynep

Der Deutsche Wetterdienst warnt…

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt indessen weiterhin davor, ins freie zu gehen und jegliches Risiko zu vermeiden.

Aktuell arbeiten die Einsatzkräfte die eintreffenden Notrufe ab. Jedoch kann es zu Wartezeiten kommen, weshalb auch in diesen Landkreisen gebeten wird, nur in äußersten Notfällen die 112 zu wählen.

Notruf nur noch in lebensbedrohlichen fällen wählen

Um die Kräfte möglichst zu entlasten wird gebeten, Notrufe bis auf Weiteres nur noch in wirklich lebensbedrohlichen Situationen zu wählen. Besonders betroffen sind die Landkreise Märkisch Oderland, Oder-Spree und die Kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder).

Aber auch in den Landkreisen Barnim, Oberhavel und der Uckermark ist der Notruf überlastet, wie der Warnapp-NINA zu entnehmen ist.

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