Von der Stahlruine zur Oberschule heißt es auf dem bei Eberswalder als „Schandfleck“ bekannten, 30.000qm großen Gelände des ehemaligen Lehrlingswohnheimes und Verwaltungsobjektes.

Laut dem Landkreis Barnim steigen die Einwohnerzahlen und damit wächst auch der Barnim. Der zunehmenden Bevöllkerungszahl soll nun mit einer euen Schule Rechnung getragen werden, da auch der Bedarf neuer Schulstandorte aus selben Gründen wächst.

Laut eigenen Angaben, möchte man so die „Weichen für die Zukunft stellen“. Am 1. Dezember 2021 wurden auf dem Kreistag Fakten geschaffen und die Voraussetzungen für eine neuen und modernen Bildungsstandort gelegt. Doch bevor der Bau startet, gilt es zunächst sich dem „Schandfleck“, wie das heutige Bauprojektgrundstück seit seiner Aufgabe Anfang der 2000er Jahre verspottend gerne von der Eberswalder Bevölkerung genannt wird.

Verschiedene Initiativen sollten die alte DDR-Ruine, die als Lehlingswohnheime für das Schlacht- und Verarbeitungskombinat Britz sowie für den Kranbau und später als Arbeits- und Finanzamt bekannte Gebäude, ansehnlicher gestalten. So wurden Bäume gepflanzt, die die Ansicht verschönern sollten. Gleichzeitig wurden Bebauungspläne eines Investors füür Wohnblöcke bereits 2008 gestoppt.

2020 konnte das 30.000qm große Gelände vom Landkreis Barnim erworben werden, der nun eigene Pläne umsetzt, ein ausreichendes Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche zur Vorbereitung für den weiteren Lebensweg bereit zu halten.

So äußerte sich auch Landrat Daniel Kurth mit der Feststellung, dass eine „Entwicklung der Schullandschaft im Barnim eine der wichtigsten Zukunftsgaben für unseren Landkreis“ darstelle. Erfreut zeigte sich der Landrat über den Einwohnerzuwachs im Raum Eberswalde, der ihn zum Handeln einludt, den „Meilenstein für die groß angelegte Schulbauoffensive“ […] der „kommenden Jahre“ vorzunehmen.

Rückbau, Schadstoffanalyse und Neubau

So soll schon 2022 mit dem Bau begonnen werden. Voraus geht der Errichtung der nun beginnende Rückbau der alten Ruine. Dazu wurden die drei zuletzt als Bürogebäude genutzten Objekte und deren Nebengelagen einer umfassenden Schadstoffanalyse unterzogen. Die Ausschreibung für die Rückarbeiten konnte sich dabei die Firma Sortier- und Baustoffrecycling (SBR) Görlitz sichern.

Seit Beginn des neuen Jahres 2022 beginnt das zukunftsweise Projekt mit Maßnahmen zur Baustelleneinrichtung, Sicherung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie der Baufeldberäumung. Anschließend werden schadstoffbelastete Bestandteile der Gebäude zurückgebaut und entsorgt. (Angaben laut Barnim.de)

Im weiteren Verlauf wird das komplexe Vorhaben in Teilabschnitten entkernt, niedergelegt und die Baracke komplett zurückgebaut. So sollen bis Ende Oktober vom einstigen Eberswalder „Schandfleck“ kaum Spuren übrig bleiben. Bis dahin sollen Schächte, Gruben und Bauschutt den Ausblick auf das Objekt mit der geplanten Oberschule freimachen.

Foto: Landkreis Barnim/Bachmann (von links.: Maik Berendt, VVerwaltungsdezernent der Stadt Eberswalde; Prof. Dr. Jan König, Sozialdezernent der Stadt Eberswalde; Anne Fellner, Erste Beigeordnete und Baudezernentin der Stadt Eberswalde; Daniel Kurth, Landrat des Landkreises Barnim; Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer der SBR Görlitz GmbH; und Oliver Turner, Dezernent für Öffentliche Ordnung, Bildung und Finanzen im Landkreis Barnim.)

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